Geschichte der DVG

Die Geschichte der Straßenbahn in Dessau reicht bis in das Jahr 1894 zurück, der Gründung der Dessauer Straßenbahngesellschaft, die eine Gasmotorbahn auf der Linie zwischen Post, Museum und Friedhof betrieb. 1901 wurde der elektrische Betrieb aufgenommen und 1907 die Strecke nach Roßlau in Betrieb genommen.

Anfang der 1940er Jahre erfolgte die Verlängerung des Streckennetzes Richtung Süden. Nach Kriegszerstörungen konnten 1946 große Teile des Netzes wieder in Betrieb genommen werden, die Strecke nach Roßlau wurde abgebaut. 1950 wurde das Netz wieder von drei Linien befahren. Anfang der 1970er Jahre erfolgte die Einstellung der Linien zur Gärungschemie und zum Rosenhof. Bis zur Inbetriebnahme der neuen Strecke zur Kreuzbergstraße im Jahr 1987 existierte nur eine Straßenbahnlinie vom Hauptbahnhof nach Dessau-Süd. Im Jahr 2000 konnten der erste Abschnitt der neuen Linie 3 bis zur Kleinen Schaftrift und 2002 die komplette Linie bis zum Zoberberg eröffnet werden.

Als selbständiger Betrieb entstanden die Dessauer Verkehrsbetriebe am 1. Januar 1990 durch Ausgliederung aus dem damaligen Verkehrskombinat Halle. Im Dezember 1990 erfolgten deren Umwandlung in die Dessauer Verkehrs GmbH (DVG) und die Übernahme in das Eigentum der Stadt Dessau. Am 26. Oktober 1993 wurde die DVG schließlich als eigenständige und juristisch selbständige Gesellschaft in die DVV-Stadtwerke eingegliedert. Damit entstand ein steuerlicher Querverbund mit den weiteren DVV-Versorgungssparten. Dies ermöglicht eine kundenorientierte Tarifpolitik und schafft die Voraussetzung für erhebliche Investitionen in die Sanierung und Modernisierung sowie den Ausbau des Streckennetzes, des Straßenbahn- und Busbestandes, der Betriebsstätten und der technischen Ausstattung.

Beispiele hierfür sind u.a.:
• der Neubau des Busbahnhofs (1994),
• der Neubau des Straßenbahn- und Busbetriebshofs in der Erich-Köckert-Straße 48 (1997)
• die Eröffnung der monatlich von mehr als 1.500 Kunden genutzten Mobilitätszentrale am Bahnhof (1998)
• der Erwerb von zehn behindertengerechten Niederflurstraßenbahnen (2000) und 20 mit Erdgas betriebenen MAN-Niederflurlinienbussen (2001),
• der Neubau der 6,1 km langen Straßenbahnstrecke nach Dessau-West (2002)
• Erwerb von vier Kleinbussen mit einer Kapazität von 16 Plätzen für den Einsatz in Nebenzeiten (2009), die auch Mitnahmebedürfnisse von Fahrgästen mit Kinderwagen oder Fahrrädern erfüllen.

Seit dem 1. Juli 2009 befahren die Dessauer Verkehrs GmbH und die Otto Müller Omnibusbetrieb GmbH und Co KG aus Roßlau die Doppelstadt mit einem gemeinsamen Liniennetzplan und einheitlichen Tarifen. Mit der Zusammenführung der Verkehrssysteme von Dessau und Roßlau vollzieht damit auch der Öffentliche Personennahverkehr einen wichtigen Schritt des Zusammenwachsens beider Stadtgebiete. Grundlage und Legitimation ist der vom Stadtrat beschlossene Nahverkehrsplan, der die separaten Verkehrsplanungen für beide Stadtteile integriert. Der Stadtrat der Stadt Dessau-Roßlau würdigte die Leistungen der Dessauer Verkehrs GmbH, indem er am 30. September 2009 beschloss, die DVG auch weiterhin mit der Erbringung der Verkehrsdienstleistungen mit Bussen (bis 30. Juni 2017) und Straßenbahnen (bis 31. Dezember 2022) zu betrauen.

Hier finden Sie die Informationstafeln aus der Jubiläumsausstellung zu “120 Jahre Dessauer Straßenbahn & Dessau-Wörlitzer Eisenbahn”:

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